Farbe für's Leben
Von Februar bis April vollzieht sich vor unseren Augen das Wunder des Lebens. Aus dem winterlichen Tiefschlaf erwacht, streut die Natur die vielfältigsten Farbtupfer über die Landschaft. Die ersten Schneeglöckchen sprießen, Krokusse und Narzissen erblühen. Die ersten Knospen an den Bäumen wecken in uns die Vorfreude auf den Frühling.
Wie schwer ist es, einem Blinden dieses herrliche Schauspiel zu verdeutlichen. Er hat ja noch nie eine saftig grüne Wiese oder die leuchtend gelben Osterglocken gesehen. Geschweige denn die vielen bunten Eier, die wir zu Ostern genüsslich verzehren.
Farben sind lebenswichtig
Farbenpracht drückt Lebensfreude aus. Wie tragisch ist es da, wenn selbst sehende Menschen den Blick dafür verlieren. Sorgen und Probleme können sich wie ein dunkler Schleier auf die Seele legen. Die Welt erscheint nur noch Grau in Grau.
Für die Menschen, die vor 2000 Jahren Jesus Christus nahestanden, war der Ostermorgen solch ein Tag. Die erwachende Natur berührte sie nicht. Grausam erklangen in ihrem Inneren noch die Hammerschläge, die ihren Meister an das Marterkreuz brachten. Etwa drei Tage zuvor hatten sie die Hölle der Brutalität und Menschenverachtung erlebt.
Das einfache Leinengewand von Jesus Christus hing nur noch in Fetzen von ihm herab. Ein gequälter Mann brach unter der Last des schweren Holzes zusammen, das er unter der eiskalten Berechnung seiner Peiniger bis auf die Höhe des Hügels schleppen sollte.
Dieser Mann hatte seine ganze Liebe an die Schwachen und Ausgestoßenen verschenkt. Nun war er selber einer von ihnen. Das Atmen fiel ihm schwer, nur verschwommen sah er die johlende Menge am Wegesrand. Die Beinmuskulatur versagt ihm ihren Dienst. Er, der durch ein Wort das Leben und die Lebensfreude in todkranke Menschen zurückbringen konnte, starb qualvoll am Kreuz. Da müssen auch wir uns die Frage stellen: „Warum?"
Farbe erkennen
Für die schaulustige Menge war Jesus der Verlierer. „Anderen hat er geholfen, sich selbst scheint er aber nicht helfen zu können" (Lukas 23,35), riefen sie provokant. Manche hatten sich ein Wunder erhofft: Der Helfer der Lahmen und Blinden steigt vom Kreuz und demonstriert damit seine Unverwundbarkeit. Nichts dergleichen geschah. Stattdessen wurde es am helllichten Tag stockdunkel. Damit setzte Gott ein Zeichen. Jesus schrie: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Matthäus 27, 46), dann starb er und wurde in einer Höhle begraben.
Auch in der Geschichte wurden Signale manchmal falsch gedeutet: Ein Segelschiff sollte die Nachricht des Sieges der Engländer bei Waterloo übermitteln. Die Signalflagge wurde gehisst. Doch durch den starken Nebel konnte der Wächter auf der Kathedrale von Winchester die Zeichen nicht richtig entziffern. „Wellington besiegt", las er. Wie schrecklich, das Aus für die Krone.
Farben senden Signale aus
Berührt Gott das alles nicht? Doch, Gott schaut ganz und gar nicht unbeteiligt dem Treiben auf dieser Welt zu. Als heiliger und gerechter Richter muss er das sinnlose Blutvergießen, die Verachtung und Ungerechtigkeit unter uns bestrafen. Deshalb starb sein Sohn.
Mit dem Kreuz eröffnet der Gerechte und Heilige einen Weg für unsere gottlose Welt. Für dich und mich. Der Beweis ist die Auferstehung von Jesus Christus. Da er als einziger ohne Sünde war, konnte der Tod ihn nicht halten. Die vermeintliche Niederlage von Karfreitag entpuppt sich am Ostermorgen als Sieg.
„Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden." Lukas 24,6
Die Menschen, die mit Jesus zusammen waren, erkannten diese Wahrheit. Der triste und dunkle Tag veränderte sich schlagartig: Jesus lebt! Durch das Kreuz treibt das Leben neue Blüten.
Gut, dass auch die Engländer damals die Signalbotschaft zu Ende lasen:
Nachdem der Nebel sich um die Signalflagge verzogen hatte, konnten sie in Winchester die ganze Nachricht lesen: „Wellington besiegt... den Feind." Welch einen Unterschied machten doch die letzten Worte.
Eines der letzten Worte Jesu am Kreuz lautete: „Es ist vollbracht!" Johannes 19,30. Diese Botschaft möchte unseren Blick weg von Not und Sünde, hin zur Hoffnung lenken. Vergebung ist möglich geworden.
Farbe bekennen
Jesus Christus musste sterben, um unsere Sünden auf sich zu nehmen. Das müssen wir erkennen, sonst bleiben wir „blind". Jesus ist der einzige Weg, uns zu erlösen, Jesus ist das Leben, das auch uns erreichen soll.
Jesus spricht:
- „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater als nur durch mich." Johannes 14,6
Manche sagen: „Ich brauche kein Opfer für meine Sünden." Beharre nicht auf diesem Standpunkt. Nimm diese Botschaft der Hoffnung und Vergebung für dich persönlich in Anspruch. Wer Jesus Christus seine Schuld bringt, kann die Osterfreude erst so richtig erfassen. Er empfängt das ewige Leben, denn die Strafe seiner Sündenlast hat ein anderer getragen. Mit einem einfachen Gebet kannst du diesen Schritt tun.
Mit freundlicher Genehmigung von Aktion: In jedes Haus
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