OnlyJesus-online.de Themen Die verbale Gürtellinie sinkt immer tiefer...

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Die verbale Gürtellinie sinkt immer tiefer...

T-shirt - die verbale Gürtellinie sinkt!  Junge, Junge, dachte ich zuerst. Cool bleiben. - Dann machte sich Ärger breit und kurz darauf kochte es innerlich. Gemeinheit! Zuerst den Blick auf den blöden Spruch an exponierter Stelle provozieren und dann abstrafen. Und dazu mit einer solchen Erniedrigung. Muss man sich das gefallen lassen, nonverbal im Begegnen auf der Straße als A… bezeichnet zu werden? Ist das normal? In welcher Welt leb ich eigentlich? Was hat das Mädchen bloß erlebt, dass sie dermaßen provoziert. Ist dieses Girlyshirt ein Hilfeschrei? Oder will man einfach nur provozieren? (Inzwischen weiß ich, dass man dieses Ding in einem Fan-Shop kaufen kann). Frag mich bitte keiner nach der Adresse!

Eure Redaktion hat mich angefragt, einen Artikel zum Thema (Kein) Sex vor der Ehe? zu schreiben, als Beitrag zu Eurer derzeitigen Diskussion. Ich versuche es. Mit dem Einstieg oben wollte ich nur zeigen, wo das hinführt, wenn wir den Sex dort rausholen, wo er hingehört und was er mittlerweile unter uns anrichtet. Wie die guten Sitten verrohen. Kein Wunder schreit alles nach neuen Werten.

Meine Gedanken überschreibe ich mit einem Wort aus den Sprüchen Salomos:

Mehr als alles andere behüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben aus.

Sprüche 4, 23

Ich möchte damit Christen ansprechen, die diesen Kampf um unser Herz in der Auseinandersetzung mit der Macht Satans in dieser Welt klar begriffen haben. Eph. 6, 12 - und auch zu solchen reden, die das nur ahnen und aus diesem Machtbereich Satans herauswollen. Kol. 1,13

Kaum etwas berührt uns in unseren Herzen so sehr, wie dieses göttliche Geschenk einer erfüllten Sexualität, die mit einem geliebten Menschen erfahrbar ist. Wir ahnen dabei etwas von der Genialität und Schöpfungsweisheit Gottes, die es möglich macht, dass Mann und Frau geistig und leiblich so ineinander verschmelzen, dass sie regelrecht eins werden, wie es ja auch die Bibel sagt: „… sie werden ein Fleisch sein.“ Gottes Liebe zu seinen Menschen drückt sich darin aus.

Warum erfahren viele die oben geschilderte Erfüllung nicht? Einfach ausgedrückt, weil sie dem üblen Spiel des Teufels erliegen, der alle wunderbaren Gottesgaben vermiest und pervertiert. Sex überall und zu jeder Zeit, egal mit wem. Alles ist erlaubt, nur keine Gewalt, und wer sich dagegenstellt ist angeblich intolerant wird als von vorgestern abgestempelt.

„Sex zieht immer“ konnten wir vorgestern in der Tageszeitung lesen. Ein junger Pole „im knapp sitzenden T-Shirt“ lockt als Klempner die Franzosen nach Polen. „Der sexy Klempner wurde innerhalb von Tagen zur erfolgreichsten Imagekampagne Polens“, so die Tageszeitung.

Selbst der Mülleimer auf einem Rastplatz in unserer Nähe findet bessere Beachtung, seit dem ihn netzbestrumpfte Frauenbeine zieren. (Offizieller Aufdruck).

Die Sexwelle rollt und rollt. Die Reizüberflutung ist so immens und in allen Lebensbereichen präsent.

{mospagebreak title=Wie gehen wir als Christen damit um?}

Wie gehen wir als Christen damit um? Passen wir uns dem allgemeinen Trend an? - Auf keinen Fall, denn wir merken, dass dieser „liberale“ Lebensstil etwas Versklavendes, Zerstörerisches an sich hat.

So sollte auch dieses Thema Sex vor der Ehe nicht von einer falschen Toleranz getragen sein.

Es ist richtig, dass die Bibel darüber keine eindeutigen Aussagen macht. Sie ist auch kein Rezeptbuch oder ein Moralkodex, wo wir auf alles eine direkte Antwort finden. Vieles muss man einfach mit dem Herzen lesen, nicht den Buchstaben suchen und von daher im Gesamtzeugnis erkennen was gut und richtig ist auch in dieser Sache. Wenn Jesus unser Herz regieren darf, wird dies gelingen.

Es ist dann auch nicht die Erziehung und nicht die Gemeindeprägung oder die allgemeine Meinung, die unser Denken und Handeln bestimmen, sondern Gott selbst.

Sexualität gehört nach meiner Erkenntnis in die Schutzzone der Ehe. Das ist der klar erkennbare Rahmen. Davon losgelöst richtet sie Schaden an.

Wer außerhalb – und vor der Ehe ist auch außerhalb - Sex hat, gibt sich selbst preis. Er ist ohne den Schutz Gottes. Und Sex wird zum Schmutz, ja zur Sünde und die lässt sich unter der Dusche nicht abwaschen.

Unser Gewissen und unser Herz sind verletzt. Auf der Suche nach dem Traumpartner taumeln viele von einer Beziehung in die andere und gehen innerlich kaputt dabei. Stück für Stück haben sie ihr Herz verschenkt und wissen nicht mehr wo sie hingehören. Darum sind heute so viele zu einer verbindlichen Beziehung gar nicht mehr fähig.

Ehrlich, möchtest Du Einen heiraten, der schon 10 Andere vor dir hatte, mit denen er womöglich auch geschlafen hat. Na supi, dann bist du die Elfte und eine andere vielleicht die Zwölfte. Und die gebrochenen Herzen die zurückbleiben, sind dann halt ein Fall für den Seelsorger oder für ein ganzes Heer von Therapeuten das der Gesellschaft ja zur Verfügung steht.

Vielleicht bist Du jetzt nachdenklich geworden und Du meinst, bei mir ist eh alles zu spät. Dafür gibt es den Weg zu Jesus Christus. Bei ihm finden Menschen, denen ihre Verfehlungen leid tun Vergebung – und zwar so, „als hätten wir nie eine Sünde getan noch gehabt“. So lernen wir es aus dem Katechismus. Jesus rechnet uns dann seine Gerechtigkeit an und zwar so vollkommen, dass man restlos sauber dasteht. Und wenn Gott Dir dann einen Partner schenkt, darfst Du unbelastet und rein in eine solche Beziehung gehen.

Ihr lieben jungen Leute! Gott will euch den oder die Richtige schenken. Arbeitet daran, indem ihr immer wieder mit Eurem Herrn darüber sprecht. Gott will, dass ihr in eine Ehe gereift und auch durch erlernte Geduld und Disziplin gut vorbereitet hineingeht. Und wenn ihr einen gefunden habt, dann redet mit ihm, auch über Sex und Eure diesbezüglichen Vorstellungen. Wenn einer eine Frau will, die in erster Linie seine Briefmarkensammlung abstaubt und sie ein Vollblutweib ist, dann könnte das ein Problem werden. (Entschuldigt dieses etwas drastische Beispiel).

Manche sind diesbezüglich total verkrampft und durch ihre Kindererziehung völlig fehlgeleitet. Wenn z.B. eine Mutter zu ihrer Tochter sagt, „Hey pass auf, alle Männer wollen immer nur das Eine“ – wie soll sie zu einer erfüllten Sexualität finden. All das kann im Vorfeld gelöst werden, vielleicht zusammen mit einem Seelsorger. Beschäftigt Euch in dieser Weise mit Sex vor der Ehe und ihr werdet in den vollen Genuss kommen, wenn es soweit ist.

Hans-Dieter Schütt

Evangelist im Evangelischen Brüderverein